Unsere Freunde von Highsnobiety haben in Tokio das Street-Art-Festival Pow! Wow! besucht und Organisatorin Emily Okamoto interviewt. Obwohl die japanischen Behörden Wandgemälde normalerweise sofort überpinseln, wurde die Megacity fast so farbenfroh wie zur Kirschblüte.

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Es wäre verniedlichend bis anmaßend, Tokio nur eine Großstadt zu nennen: Die japanische Hauptstadt führt die Liste der 30 Megastädte der Welt an. Inklusive der Region Yokohama zählt sie über 37 Millionen Einwohner.

Wer in diesem gigantischen urbanen Ballungsraum unterwegs ist, braucht ein starkes Nervensystem. Und immer wieder Abschalt-Angebote vom tobenden Alltag.

In Tokio sind das: grüne Tupfer, ein hoch entwickelter öffentlicher Nahverkehr – und neuerdings auch Kunst auf den Straßen. Denn Street-Art ist ein junges Phänomen: Bis vor kurzem wurde auf einem Tokioter Bürgersteig selbst das kleinste Scribble sofort entfernt.

Pow! Wow! will Japans Einstellung zu Street-Art verändern

Pow! Wow!, eine auf Hawaii gegründete weltweite Festivalreihe, will das negative Image der Straßenmalerei in Japan nun ändern. Mit unseren Freunden von Highsnobiety haben wir Emily Okamoto, Chefin der japanischen Pow! Wow! Dependance, in Tokio besucht, um mehr über ihre Mission gegen die konservative Einstellung ihrer Landsleute zu Street-Art herauszufinden.

„Wir möchten, dass die Menschen verstehen, dass Street-Art keine Sachbeschädigung ist, sondern eine Bereicherung des Stadtbilds“, sagt Emily. Ihre Argumente sind großformatig und werden immer zahlreicher: Jede Woche gibt es in Tokio neue, kunterbunte Fassaden, die hinter seelenlosen Stadtautobahnen aufragen und monochrome Häuserblocks rahmen. Auch dank Pow! Wow! werden diese Wände zunehmend von berühmten internationalen Künstlern gestaltet.

Das Vehikel, das Highsnobiety zu den Murals von Pow! Wow! Japan brachte, ermöglicht eine ebenso fortschrittliche und zeitgemäße Erfahrung im urbanen Raum, nicht nur in Megastädten wie Tokio: der neue smart fortwo, der kürzlich sein Debüt in Japan feierte, mit seinen minimalen Maßen bei maximalem Fahr- und Parkspaß.

Alle Bilder, inkl. Titelbild: Highsnobiety