Ob gemeinsame Kochrunden oder ein vernetzter Bürgersteig – Woche für Woche sind wir auf der Suche nach den innovativsten Ideen, Projekten und Technologien für ein nachhaltiges Leben in der Stadt. Hier sind unsere zehn Favoriten aus 2017.

Stromerzeugung Schritt für Schritt

zwei Frauen laufen über Gehwegplatten von PaveGen
Innovative Gehwegplatten von PaveGen erzeugen Strom.
Foto: PaveGen

Ein ausgedehnter Stadtspaziergang eröffnet immer neue Perspektiven. Nun lässt sich beim Flanieren auch Energie erzeugen: Das britische Clean-Tech-Start-up PaveGen hat in diesem Jahr mitten in London einen zehn Quadratmeter großen „vernetzten Gehweg” verlegt. Die intelligenten Platten verwandeln die kinetische Energie von Schritten in Elektrizität. Der so produzierte Strom lässt sich wiederum in die Straßenbeleuchtung einspeisen.

Künstliche Bäume als Luftfilter

In vielen Städten mangelt es an Grünflächen. Die Konsequenz: schlechte Luft. Der CityTree des Berliner Start-ups Green City Solutions soll dem abhelfen. Der Baumersatz ähnelt einem elektronischen Plakatdisplay – mit einem Unterschied: Seine Oberfläche ist mit dichtem, grünen Moos bedeckt, das Staub und andere Schadstoffe aus der Luft herausfiltert. Das Beste an dem künstlichen Baum: Die Wirkung eines einzigen CityTree soll der von bis zu 275 echten Bäumen entsprechen.

CityTree inmitten eines Straßenfests
Urbaner Baumersatz: der CityTree.
Foto: Green City Solutions

Mit Loud Steps immer auf dem richtigen Kurs

Wer nicht sehen und nicht hören kann, der hat es schwer – besonders in einer fremden Stadt. Die App Loud Steps bietet nun eine Hilfestellung. Dank Features wie einer Schritt-für-Schritt-Navigation oder eines Callcenters in Gebärdensprache sind unübersichtliche Orte wie Einkaufszentren oder Flughäfen kein Hindernis mehr.

vier Personen stehen vor einem Gebäude
Loud Steps macht die Stadt barrierefrei für Menschen mit Seh- und Hörbehinderung.
Foto: Boni Global

Mit Foodisch gemeinsam und gesund essen

Wer Essen liebt und gerne kocht, für den ist Foodisch genau das Richtige. Das Onlineportal bringt Gastgeber und Gäste zusammen. Kopf hinter Foodisch ist der Amerikaner Simo Azzaoui. Im Oktober 2016 exportierte er die Idee nach Berlin, gab ihr den Namen Foodisch und ging im Dezember online. Wie wunderbar unser Sommerabend mit Foodisch in den Berliner Prinzessinnengärten war, lest ihr hier.

zwei Personen kochen gemeinsam
Gemeinsam kochen mit Foodisch.
Foto: Tim Adler

Fit werden mit der Natur

Reihen klobiger Maschinen und dröhnende Musik: Fitnessstudios wirken traditionell eher uninspirierend. Das will das Trainingskonzept Biofit ändern und kombiniert dafür Fitness mit naturnahen Elementen. Im vergangenen Jahr wurde Gründer Matt Morley dafür mit dem New Concept Award des angesehenen FIBO Global Fitness Fair ausgezeichnet. Einziger Haken: Bisher gibt es das naturnahe Trainingserlebnis nur im kanadischen Calgary zu erleben.

Mann trainiert im Biofit Fitnessstudio
Naturnah: das Trainingskonzept von Biofit.
Foto: Danilo Moroni for Biofit

Kacheln gegen den Klimawandel

Weite Teile der Niederlande liegen unterhalb des Meeresspiegels. Kein Wunder, dass hier ständig neue Ideen und Produkte entstehen, die dem Klimawandel trotzen. Zum Beispiel Rain(a)way: Die niederländische Designerin Fien Dekker hat Pflastersteine zur Regenentwässerung entwickelt, die sich elegant in die städtische Infrastruktur integrieren lassen. Das schont nicht nur Ressourcen, sondern sieht auch noch gut aus.

rote Kacheln von Rain(a)way
Designerkacheln für bessere Entwässerung: Rain(a)way.
Foto: Rain(a)way

Toller Poller

Poller sind ein fester Bestandteil auf Straßen und Bürgersteigen – sie regeln den Verkehr und  sorgen für mehr Sicherheit. Dabei könnten sie so vieles mehr sein. Das dachten sich auch die spanischen Designer von Teratoma Productions aus Madrid. Sie entwickelten den Plug a Seat, einen Aufsatz aus Aluminium, der herkömmliche Sperrpfosten in temporäres Straßenmobiliar verwandelt – in Bänke, Stühle und Tische.

Aufsatz aus Aluminium auf einem Sperrpfosten
Plug a Seat: cleveres Straßenmobiliar aus Madrid.
Foto: Teratoma Productions

Essen für die Umwelt

Wer Essen wegwirft, produziert nicht nur Müll, sondern sorgt auch für unnötig produziertes CO2. Das finnische Start-up ResQClub möchte damit nun Schluss machen. Die Onlineplattform ermöglicht es Bäckereien oder Restaurants, überschüssige Speisen zu einem reduzierten Preis anzubieten. Bislang wurden fast 300.000 Mahlzeiten verkauft und rund eine Million Kilogramm CO2 eingespart.

Person nutzt die ResQClub-App auf dem Smartphone
Bestellen, was übrig ist: ResQClub.
Foto: ResQClub

Tanken am Laternenmast

Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch. Die Ladeinfrastruktur ist allerdings noch ausbaufähig. Dabei helfen könnte das Berliner Start-up Ubitricity. Bekannt wurde das Unternehmen vor allem mit der Umrüstung von Straßenlaternen zu Ladestationen, also elektrischen Tankstellen.

Noch eine Ubitricity-Innovation: Das Kabel vom Auto zur Laterne liefert nicht nur Strom, sondern dient auch als Stromzähler und Mobilfunkmodul. Für sein Engagement in Sachen Elektromobilität überzeugte Ubitricity übrigens auch beim diesjährigen Ideenwettbewerb smart urban pioneers, wo das Unternehmen den ersten Platz belegte.

Frau lädt einen smart fortwo electric drive
Elektrofahrzeuge unkompliziert laden: mit der Lösung von Ubitricity.
Foto: Ubitricity

Sauber durch die Stadt

Nachhaltig und schnell durch die Stadt – mit dem Zweisitzer smart fortwo electric drive, dem viersitzigen smart forfour electric drive und dem offenen smart cabrio electric drive hat die Marke als einziger Autohersteller weltweit ihre gesamte Modellpalette elektrifiziert.

Konkret bedeutet das: mobil sein ohne lokale Emissionen, ohne Motorengeräusch, dafür mit richtig starkem Drehmoment. Wie gut die smart electric drive Modelle dazu auch noch aussehen, seht ihr hier. Und hier. Oder hier.

die Modellpalette des smart electric drive am Potzdamer Platz
Die Modellpalette des smart electric drive: ideal für die Stadt.
Foto: Daimler AG