Das eigene Auto als Paketstation verwenden? Mit smart „ready to drop“ startet smart ein bahnbrechendes Dienstleistungsangebot. Zum Auftakt gab es eine Creative Session mit den drei Innovatoren Anna Frost, Simon Gosejohann und Niko Woischnik.

„2050 wird der Mensch jährlich etwa eine Woche im Stau verbringen, das ist dreimal mehr als heute. Die Infrastruktur ist an ihren Grenzen angelangt“, erklärt Dr. Eileen Mandir, „Fahrzeuge sind physische Gegenstände, die oft 23 Stunden am Tag stehen. Aber sie haben Oberfläche, sie bestehen aus Material. Man muss Autos in Zukunft betrachten wie ein Haus.“

Dr. Eileen Mandir ist Produktchefin bei moovel, einer Daimler Tochter, in der urbane Mobilität vorwärts gedacht wird. Das Ziel der Expertin an diesem sonnigen Tag im Berliner Co-Working-Space Ahoy! ist es jedoch nicht, ein Schreckensszenario der Zukunft zu entwerfen. Vielmehr will sie ihrem Publikum einen Blick ins Morgen bieten, eine Aussicht auf eine mobile Zukunft, in der vieles möglich sein wird, von dem wir heute noch nichts wissen.

Creative Session bei smart mit Eileen Mandir

Gebündelte Kreativität

Ihr kleines Publikum lauscht gespannt und aufmerksam: Anna Frost betreibt unter dem Namen fafine seit neun Jahren einen Mode- und Lifestyle-Blog, auf Instagram folgen der Wahl-Hamburgerin knapp 50.000 Menschen. Niko Woischnik ist eine der umtriebigsten Figuren der boomenden Berliner Startup-Szene und Gründer des populären Tech Open Airs. Und schließlich ist da noch Simon Gosejohann, Moderator, Schauspieler und vor allem als Komiker berüchtigt für seine lustigen Aktionen. Auf den ersten Blick eint die Bloggerin, den Startup-Netzwerker und den Entertainer wenig. Aber alle drei leben und arbeiten mit dem Netz, sind digitale Bürger mit flexiblen Lebensentwürfen.

Anna Frost, Niko Woischnik und Simon Gosejohann am Tisch

Sie sind hier, um smart „ready to drop“, dem neuen Angebot von smart, auf den Zahn zu fühlen. Der Service verwandelt einen smart in eine private Paketstation und wird im September dieses Jahres in einen Beta-Test gehen. Das Prinzip ist einfach: Bei einer Bestellung in einer Auswahl von Online-Shops – zum Start unter anderem bei Amazon – bekommt man das Paket nachts direkt in den Kofferraum geliefert. Dazu ist eine technische Nachrüstung des Fahrzeugs erforderlich, die jedoch nicht lange dauert. Danach ist der Kurier in der Lage, das Auto mittels TAN zu öffnen, das Paket abzuliefern, sowie das Auto wieder zu verschließen. Auch Retouren können während eines Zustellvorgangs abgeholt werden.

Eine neue Denkrichtung

Jakob Luickhardt berichtet den drei Teilnehmern der Creative Session von der Vision der von ihm mitentwickelten Kofferraumbelieferung. „Die große Idee hinter smart „ready to drop“ ist, Zeit für schöne Dinge zu gewinnen“, betont der smart Produktmanager. „Wir stehen am Anfang von neuen Technologien, die Einzug ins Auto halten. In Deutschland herrscht noch verstärkt die Annahme, dass zu einem Auto ein Schlüssel gehört.“

Diese Einstellung ist bei den drei Innovatoren jedoch längst passé. TAN-Codes sind für sie so selbstverständlich wie Tankstellen. Das soll auch für alle smart Fahrer gelten, die ab dem 26. September, dem Auftakt des Beta-Launch von smart „ready to drop“, die Möglichkeit zur technischen Aufrüstung ihrer Fahrzeuge bekommen. Hier im Co-Working Space Ahoy! sind die Vorteile des Angebots schnell klar: höhere Flexibilität, bessere Effizienz, leichtere Planbarkeit – und nicht zuletzt eine umweltschonende Liefermethode. Lieferwagen müssen sich schließlich nicht weiter bei Tag durch urbane Staus quälen.

„Ich bekomme beruflich wie auch privat viele Pakete. Erst vor kurzem wurden drei sehr wichtige Pakete bei einem Nachbarn abgegeben, den ich nicht erreichen konnte“, erinnert sich Anna Frost. „Mit smart „ready to drop“ bin ich unabhängig und muss nicht zu Hause sein. Das ist sexy.“

Anna Frost lacht bei der Creative Session zu smart ready to drop

Der Trend geht hin zur Accessibility

Simon Gosejohann pflichtet ihr bei. „Ich fahre selbst smart. Das Auto ist ein unglaublich effektives Produkt, radikal umgesetzt und hardcore komprimiert auf die Bedürfnisse des urbanen Alltags. Wenn da noch smart „ready to drop“ dazu kommt, ist das natürlich pure Erleichterung“, sinniert der Blondschopf. „Ich als Freiberufler arbeite ja viel zu Hause und müsste nicht ständig die Pakete von meiner Freundin entgegen nehmen. Wenn das schon vor dem Aufstehen erledigt wäre – perfekt. Ich würde auch ruhiger schlafen, was meine Air Jordans betrifft, die immer noch nicht da sind … Jahrgang 1995, muss ich noch mehr sagen?“

Simon Gosejohann vor einem ready to drop Schild

Den ehemaligen Amazon-Mitarbeiter Niko Woischnik muss man vom Aufbrechen traditioneller Denkmuster ohnehin nicht lange überzeugen. Für ihn steht außer Frage, dass sich die Denkweise verschiebt – vom reinen Besitz hin zur Accessibility, dem gegenseitigen Zugänglichmachen und Teilen. „Die Zukunft ist mobil, flexibel und bietet günstige Preise. Sie kommt schneller, als wir glauben, und sie ist zu hundert Prozent elektrisch“, definiert der Tech-Experte. „smart „ready to drop“ fördert die Flexibilität. Das ist sehr zukunftsträchtig. Ich glaube daran, das Auto als privaten Raum zu nutzen.“

Niko Woischnik spricht mit Simon Gosejohann

Womit der Hausherr – Woischnik ist Mitbegründer von Ahoy! – wieder einen Bogen zum Anfang schließt. Die Mobilität der Zukunft: Sie bringt uns nicht bloß von A nach B. Sie zeigt uns, wie das Prinzip Auto gedacht werden kann, nein: gedacht werden muss. Der Wagen wird zu einem urbanen Assistenten, den wir als Paketstation nutzen. Was aber kommt noch? Zum Ende einer informativen Runde des Austauschs machen sich die drei Innovatoren Gedanken. Unter dem Aspekt „Are you ready to rethink mobility?“ werden dabei ihre Ideen und Ansätze in Bleistiftzeichnungen umgesetzt. Das Ergebnis? Sehen Sie selbst.

Niko Woischnik and Simon Gosejohann am Überlegen
Zeichnung eines smart
Entertainer Simon Gosejohann spricht
Creative Session bei smart: Brainstorming-Notizen
Anna Frost überlegt
Gosejohann und Woischnik brainstormen
Skizze vom neuen ready to drop Paketservice von smart
Das Team der Creative Session von ready to drop
Besprechung bei der Creative Session
Skizze von smarts